binærgebæude http://binaergebaeu.de/feed en-us http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sweetcron bw@binaergebaeu.de Drei Pfund Flachs → Ausverkauf http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F09%2Fausverkauf%2F&seed_title=Ausverkauf Zu den Kommentaren. – ID: d64761a79375cb3ac69808a1f352ae42. – Ben bei Twitter. – Ben bei Facebook.

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Sun, 05 Sep 2010 18:20:00 +0200 http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F09%2Fausverkauf%2F&seed_title=Ausverkauf
Drei Pfund Flachs → Dortmund und zurück http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F09%2Fdortmund-und-zuruck%2F&seed_title=Dortmund+und+zur%C3%BCck Vor einigen Wochen habe ich einen Freund in Dortmund besucht. Da ich schon Ewigkeiten nicht mehr in Dortmund gewesen bin und die Stadt nicht gerade in positiver Erinnerung hatte, lud er mich ein, mit mir eine Kneipentour zu machen und mir die Stadt ein wenig aus seiner Sicht zu zeigen.

Es war genau zu der Zeit, als die Bahn durch nicht-funktionierende Klimaanlagen auffiel, und für anderthalb Stunden setzte ich mich in den Zug. Während es draußen heiß und trocken war, wurde die Bahn – und trotz schlechter eine passende Analogie – zum fahrenden Dampfgarkessel. Zwar nahm ich mir vor, ein Buch zu lesen, aber bei dem extrem schwülen Klima verstand ich, warum es im Regenwald wohl leichter ist mit Gorillas zu leben als über sie zu schreiben. Ich schaute mir ein wenig die anderen Fahrgäste an, die allesamt selbst versuchten mit der Hitze klar zu kommen. Einige brauchten Berge an Taschentüchern auf, andere benutzten ihre Leseutensilien als Fächer, wieder andere übten sich in Zynismus oder sonstigen Arten von Unfreundlichkeit. Beneidenswert aber fand ich die junge Dame, die mir gegenüber saß, die ein um die fünfhundert Seiten starkes Hardcover-Buch zu lesen versuchte. Das nämlich muss wohl so langweilig gewesen sein, dass sie bald darauf ein- und so die drückende Unerträglichkeit verschlief. In Dortmund selbst stieg ich ein wenig angeschlagen aus, umgekehrt zu normalen klimatisierten Fahrzeugen: hinaus ins trockene, etwas kältere, entspannendere. (Vielleicht hätte ich mir an dem Abend auch einfach kein Hemd anziehen sollen.) Aus dem Bahnhof hinaus war noch immer der Unions-Brauerei-Turm mit seinem riesigen U zu sehen, in Sichtweite seit meinem letzten Besuch aber die neue Stadtbibliothek mit ihren vielen Fenstern. Auch nicht gerade ein Wunschort zum Aufenthalt bei dem Wetter. Wir suchten dann ein Irish pub in Bahnhofsnähe auf, tranken Cider, schön kalt, und uns warm. Zwar lagen nicht viele Jahre zwischen uns, genug aber, um jeweils interessante Einsichten im Umgang mit und Verständnis vom Internet und insbesondere seinen sozialen Aspekten auszutauschen, und zusammen mit wieder genug Abstand zu den meisten anderen Anwesenden, um uns zu überlegen, wie es wohl erst in der Generation sein mag. Danach gingen wir in einen amerikanisch angehauchten Laden während wir unser Gespräch fortführten, und gönnten uns ein Lokal-typisches Gerstengetränk. Im Hintergrund lief ein WM-Spiel; da erzählte ich, dass ich an sich kein großer Fußball-Fan sei, aber immerhin schon zwei Duisburg-Spiele im Stadion gesehen hätte – Sakrileg! Und schon etwas für das nächste Treffen in Dortmund hätten. Natürlich, wenn es mir denn nun in Dortmund gefallen würde. Auf dem Weg in die Innenstadt besuchten wir noch kurz einen weiteren kleinen, eher Szene-mäßigen Laden in der Nähe der Oper für ein weiteres ebenso Lokal-typisches Bier – auch echt nett –, bevor wir uns dann am Rathausplatz, der auch der Marktplatz gewesen sein mag, draußen an ein Brauhaus setzten und ein echt sehr leckeres Bier tranken. Wir reflektierten ein wenig meinen Eindruck von Dortmund, der sich bis dahin schon zum positiven verändert hatte. Zeit, sich nun über’s Essen Gedanken zu machen! Ich erzählte von einer meiner Lieblingsküchen: der libanesischen. Im Unglauben, dass mein Stadtführer noch nicht in den Genuss dieser gekommen ist, und seinem Interesse (und Appetit) nach meiner Schwärmerei, setzten wir uns als nächstes Ziel Schawarma zu essen – was leichter gesagt als getan war, denn in Dortmund, zumindest in der Innenstadt, gäbe es wohl keine arabischen (Schnell-)Restaurants. Durch ein aufschlussreiches Telefonat meines an sich schon selbst sehr ortskundigen Freundes erfuhren wir schließlich von einem libanesischem Restaurant in der Nähe der Innenstadt, das wohl gerade erst aufgemacht hätte. Zwar nicht weit entfernt, aber nicht zu finden, wenn man nicht weiß, wonach man suchen muss, begaben wir uns dorthin. Draußen rauchten einige gemütlich ihre Shisha und schauten uns verwundert an; wir nahmen innen Platz, wo gerade das zweite WM-Spiel an diesem Abend geschaut wurde. Geradezu sympathisch sprach nur die Kellnerin deutsch, während es beim Spiel keine Sprachprobleme gab. Wir bestellten uns dann etwas zu essen, unter anderem etwas Schawarma (aus Lammfleisch), das sich als das mitunter beste herausstellte, welches ich selbst je gegessen hatte, und Wochen später meinen Freund für spätere Genüsse dieser Art zwar äußerst positiv vorbelastete aber genauso enttäuschen würde. Danach tranken wir einen Kaffee und einen Tee, während wir noch ein wenig das Spiel mit den andren Gästen zu Ende sahen. Mit gebrochenen Arabisch verabschiedete ich uns schließlich, und die Kellnerin erwiderte das mit einem Ma’a salama, habibi. Gerne! Auf dem Rückweg zum Bahnhof legten wir dann noch einen kurzen Stopp bei einem Festival-Zelt ein, das unsere Bestellung als letzte aufnahm. Wir schauten uns noch ein wenig vorbeiziehende Menschen an, die im Gegensatz zu uns wohl die Nacht noch erst beginnen lassen wollten. Am Bahnhof selbst kaufte ich mir dann eine Fahrkarte – unnötigerweise für einen ICE, da sonst kein Zug mehr fuhr –, wobei mich ein Schwarzer ansprach, dem ich kurz bei einem Fahrkartenkauf half, der exakt im selben Dilemma steckte, dazu noch kein Deutsch sprach, und ihm sonst keiner helfen konnte oder wollte. (Ihn sollte ich später wieder treffen.) Danach, als wir uns noch ein wenig unterhielten während wir auf unsere Züge warteten, klärten wir noch mal ab, dass ich Dortmund sehr gerne wieder einen Besuch abstatten würde, und sich (nicht nur deswegen) sicher das eine oder andere arabische Restaurant über einen Gast mehr freuen dürfte. Dann verabschiedeten wir uns, und ich freute mich auf eine ebenfalls anderthalb Stunden lange Fahrt mit sanfter oder vielleicht auch wachhaltender Musik. Als ich dann am Gleis selbst stand, traf ich wieder auf die Kurzbekanntschaft vom Fahrkartenautomaten, die etwas verloren wirkte. Ich kam mit ihm ins Gespräch, und wir setzten uns im Zug nebeneinander. Er erzählte mir, dass er gerade aus Spanien kam, wo er bei der Frau eines Diplomaten wohnte, und nun wollte er eine Freundin treffen, von der er noch nicht herausgefunden hätte, ob sie lesbisch sei, oder die Einladung vielleicht auch etwas anderes bedeuten könnte. Das sei es jedenfalls wert gewesen, diese Reise auf sich zu nehmen. Das, und ein Festival, wobei er mich fragte, ob ich wüsste, wo das Festival sei, bis ich er erstaunt lauschte als ich ihm erzählte, dass nur an jenem Wochenende im Großraum NRW dutzende stattfinden würden. Zuerst verstand ich ihn dann nicht richtig, welches er meinte, und dachte, er wollte nach Solingen, bis sich heraus stellte, dass er ein Reggae-Festival in Köln meinte, am Fühlinger See. Dann unterhielten wir uns ein wenig über Gott und die Welt, wie er von Afrika über Frankreich schließlich in Spanien landete, aber auch schon einige Zeit in Großbritannien als Koch lebte. Spanien hätte ihm aber am besten gefallen. Natürlich, I’ll be honest with you, weil ihm dort auch die Frauen besonders gefielen. Schließlich landete unser Gespräch wieder beim Reggae-Festival, und ein wenig seiner logistischen Planung. Nicht mal, wo er dort übernachten wollte (er hatte nicht mal Handgepäck), sondern wie genau er dort hinkommen sollte. Während ich versuchte, eine Verbindung zu finden, sprach uns dann jemand von der anderen Seite des Zuges an, ob wir denn auch zu dem Reggae-Festival wollten. Passend gechillt und mit Dreads lächelte er uns an, und wir lachten darüber, wie unwahrscheinlich doch so ein Treffen zu so einer Uhrzeit an so einem Ort sein würde. Nachdem wir alles notwendige zum Festival klärten (wir wussten, dass wir nichts genaues wussten, insbesondere, wie man denn nun dort hinkommen würde, aber immerhin wusste ich, wo der Taxi-Stand in Köln sein würde), tauschten auch wir uns ein wenig weiter aus. Mein Fahrkarten-Freund nutzte die Gelegenheit, um kurz ein wenig zu dösen. Vom nun Dritten im Bunde wiederum erfuhr ich, dass er gut durch Europa gekommen sei, soweit man eben ohne Reisepass aber dafür mit einem Daumen kommen würde. Dabei hatte er nur positive Erfahrungen gemacht, mit kleinen Gelegenheiten zum Arbeiten, aber besonders mit Menschen, die er dabei getroffen hätte. Nur auf Marseille, wo er trotz mit kaum mehr als seinen Klamotten und einem Zelt mit einem Messer überfallen worden wäre, kann ich in Zukunft verzichten. Schließlich landeten wir wieder beim Festival. Zwar fuhr ich selbst nicht hin, hatte aber etwas über das sehr interessante line-up gelesen, und so kamen wir auf einige Interpreten gezielt zu sprechen. Im weiteren Verlauf erzählte er mir, dass es da durchaus Probleme bei einigen jamaikanischen gegeben hätte, weil es auf Jamaica in der Szene einen nicht gerade kleinen Teil gäbe, der extrem homophob sei, und durch schwulenfeindliche Äußerungen und gar Hasstiraden auffallen würde – 2009 sei deswegen schon einem Interpreten die Einreise nach Deutschland verweigert worden. Das ist zwar alles andere als in Ordnung, aber irgendwie auch verständlich, erklärte er mir, da es über Jahrzehnte geduldete sexuelle Übergriffe auf insbesondere Jungen gegeben hat, und diese dann in den betroffenen Gruppen mit Homosexualität gleichgesetzt wurden, und sie mit diesem Hass aufwuchsen. Der Ursprung des Rastafari im Alten Testament tat da sein übriges, ergänzte er. Insgesamt müsste noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, wobei es aber gute Hilfe von deutschen Künstlern gäbe, und auch deswegen solche Festivals noch immer durchaus politischen Charakter hätten. Als wir dann schließlich über die Deutzer Brücke in den Bahnhof einrollten, mahnte uns ein etwas älterer Herr eine Reihe hinter an, doch nun bitte etwas ruhiger zu sein – schließlich wären wir in einem Ruhewagen, was wir wohl einfach nicht gesehen hatten. Er stieg dann allerdings ein paar Minuten später mit uns aus. Im Bahnhof sollte sich dann noch ein weiter Mensch zu uns gesellen, der fröhlich auf uns zu torkelte, und wissen wollte, ob wir nicht auch zufällig zu dem Festival wollten. Endlich Party, diese scheiss Zugfahrt! Ich führte sie noch kurz zum Taxistand, wo die drei sich ein Taxi teilen wollten. Wir verabschiedeten uns dann, und ich hörte noch kurz, wie der Taxifahrer 30 Euro Festpreis verlangte, obwohl wir im Zug ausrechneten, dass es wohl um die 20 sein mussten. Sie gaben sich geschlagen, weil sie wohl alle aus ihren Gründen einfach nur noch zum Fühlinger See wollten. Da auch für mich keine Bahn weiter fuhr, gönnte ich mir ebenfalls eines. Als ich zum nächsten Taxi ging, lächelte mich mich der Fahrer an. Sind 20 Euro, wollte ihm das Geschäft nicht vermiesen, das gibt sonst nur Stress unter Kollegen gibt, begrüßte er mich. Ich stieg ein, und klärte ihn dann auf, dass ich wo anders hin wollte. Und da wollte ich einfach nur noch schnell hin, weil ich selbst einfach nur noch schlafen wollte. Das muss ich wohl irgendwie falsch kommuniziert haben, denn dann fing er mir an zu erzählen: dass er die Ecke kennen würde, wohin er mich fahren sollte, weil das früher sein Zustellbezirk bei einem Paketdienst war. Gute Zeiten, erzählte er mir, und dann ging es los. Alles paar Wochen hätte er eine neue gehabt, die ich im Rückbereich vom Lieferwagen vögeln konnte, willige Hausfrauen, die beliefert werden wollten. Aber all das nur, während er verheiratet gewesen sei. Danach wollte keine mehr, erklärte er mir, Frauen riechen, ob du in einer Beziehung bist, und wollen dich nur dann. Dann fing er an, Taxi zu fahren, und seine besten Kundinnen seien Prostituierte gewesen, die in Düsseldorf arbeiteten und sich nach Köln in ihre Wohnungen fahren ließen, und anders herum, aber das Internet und so große Läden wie das Pascha hätten das kaputt gemacht, weil das alles dann so normal wurde. Schließlich musste er mir dann noch erzählen, wie Schwule schwul werden würden: Bei ihrem ersten Analverkehr würde eine Art männlicher G-Punkt stimuliert und aktiviert, der den Gefickten schwul machen würde. Dann klingelte sein Telefon, und mit Stolz sprach er laut mit einem Freund, um noch was klar zu machen. Ich war froh, dass wir da schon in der Nähe meiner Wohnung waren und er ohnehin hielt. Länger hätte ich nicht mehr mitfahren wollen und können, ohne etwas loszutreten. Da ich mir aber nach all seinen Erzählungen sicher war, dass das sowieso nichts gebracht hätte, bezahlte ich, während er noch kurz telefonierte, und verließ schnell das Taxi. Endlich einfach nur noch nach Hause kommen und in Ruhe schlafen. Zu den Kommentaren. – ID: d64761a79375cb3ac69808a1f352ae42. – Ben bei Twitter. – Ben bei Facebook.

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Sun, 05 Sep 2010 00:10:00 +0200 http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F09%2Fdortmund-und-zuruck%2F&seed_title=Dortmund+und+zur%C3%BCck
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Es war genau zu der Zeit, als die Bahn durch nicht-funktionierende Klimaanlagen auffiel, und für anderthalb Stunden setzte ich mich in den Zug. Während es draußen heiß und trocken war, wurde die Bahn – und trotz schlechter eine passende Analogie – zum fahrenden Dampfgarkessel. Zwar nahm ich mir vor, ein Buch zu lesen, aber bei dem extrem schwülen Klima verstand ich, warum es im Regenwald wohl leichter ist mit Gorillas zu leben als über sie zu schreiben. Ich schaute mir ein wenig die anderen Fahrgäste an, die allesamt selbst versuchten mit der Hitze klar zu kommen. Einige brauchten Berge an Taschentüchern auf, andere benutzten ihre Leseutensilien als Fächer, wieder andere übten sich in Zynismus oder sonstigen Arten von Unfreundlichkeit. Beneidenswert aber fand ich die junge Dame, die mir gegenüber saß, die ein um die fünfhundert Seiten starkes Hardcover-Buch zu lesen versuchte. Das nämlich muss wohl so langweilig gewesen sein, dass sie bald darauf ein- und so die drückende Unerträglichkeit verschlief. In Dortmund selbst stieg ich ein wenig angeschlagen aus wie man normalerweise in klimatisierte Fahrzeuge einsteigt: ins trockene, etwas kältere, entspannendere. (Vielleicht hätte ich mir an dem Abend auch einfach kein Hemd anziehen sollen.) Aus dem Bahnhof hinaus war noch immer der Unions-Brauerei-Turm mit seinem riesigen U zu sehen, in Sichtweite dazwischen seit meinem letzten Besuch nun auch die neue Stadtbibliothek mit ihren vielen Fenstern. Auch nicht gerade ein Wunschort zum Aufenthalt bei dem Wetter. Wir suchten dann ein Irish pub in Bahnhofsnähe auf, tranken Cider, schön kalt, und uns warm. Zwar lagen nicht viele Jahre zwischen uns, genug aber, um jeweils interessante Einsichten im Umgang mit und Verständnis vom Internet und insbesondere seinen sozialen Aspekten auszutauschen, und zusammen mit wieder genug Abstand zu den meisten anderen Anwesenden, um uns zu überlegen, wie es wohl erst in der Generation sein mag. Danach gingen wir in einen amerikanisch angehauchten Laden während wir unser Gespräch fortführten, und gönnten uns ein Lokal-typisches Gerstengetränk. Im Hintergrund lief ein WM-Spiel; da erzählte ich, dass ich an sich kein großer Fußball-Fan sei, aber immerhin schon zwei Duisburg-Spiele im Stadion gesehen hätte – Sakrileg! Und schon etwas für das nächste Treffen in Dortmund hätten. Natürlich, wenn es mir denn nun in Dortmund gefallen würde. Auf dem Weg in die Innenstadt besuchten wir noch kurz einen weiteren kleinen, eher szenemäßigen Laden in der Nähe der Oper für ein weiteres ebenso Lokal-typisches Bier – auch echt nett –, bevor wir uns dann am Rathausplatz, der auch der Marktplatz gewesen sein mag, draußen an ein Brauhaus setzten und ein echt sehr leckeres Bier tranken. Wir reflektierten ein wenig meinen Eindruck von Dortmund, der sich bis dahin schon zum positiven verändert hatte. Zeit, sich nun über’s Essen Gedanken zu machen! Ich erzählte von einer meiner Lieblingsküchen: der libanesischen. Im Unglauben, dass mein Stadtführer noch nicht in den Genuss dieser gekommen ist, und seinem Interesse (und Appetit) nach meiner Schwärmerei, setzten wir uns als nächstes Ziel Schawarma zu essen – was leichter gesagt als getan war, denn in Dortmund, zumindest in der Innenstadt, gäbe es wohl keine arabischen (Schnell-)Restaurants. Durch ein aufschlussreiches Telefonat meines an sich schon selbst sehr ortskundigen Freundes erfuhren wir schließlich von einem libanesischem Restaurant in der Nähe der Innenstadt, das wohl gerade erst aufgemacht hätte. Zwar nicht weit entfernt, aber nicht zu finden, wenn man nicht weiß, wonach man suchen muss, begaben wir uns dorthin. Draußen rauchten einige gemütlich ihre Shisha und schauten uns verwundert an; wir nahmen innen Platz, wo gerade das zweite WM-Spiel an diesem Abend geschaut wurde. Geradezu sympathisch sprach nur die Kellnerin deutsch, während es beim Spiel keine Sprachprobleme gab. Wir bestellten uns dann etwas zu essen, unter anderem etwas Schawarma (aus Lammfleisch), das sich als das mitunter beste herausstellte, welches ich selbst je gegessen hatte, und Wochen später meinen Freund für spätere Genüsse dieser Art zwar äußerst positiv vorbelastete aber genauso enttäuschen würde. Danach tranken wir einen Kaffee und einen Tee, während wir noch ein wenig das Spiel mit den andren Gästen zu Ende sahen. Mit gebrochenen Arabisch verabschiedete ich uns schließlich, und die Kellnerin erwiderte das mit einem Ma’a salama, habibi. Gerne! Auf dem Rückweg zum Bahnhof legten wir dann noch einen kurzen Stopp bei einem Festival-Zelt ein, das unsere Bestellung als letzte aufnahm. Wir schauten uns noch ein wenig vorbeiziehende Menschen an, die im Gegensatz zu uns wohl die Nacht noch erst beginnen lassen wollten. Am Bahnhof selbst kaufte ich mir dann eine Fahrkarte – unnötigerweise für einen ICE, da sonst kein Zug mehr fuhr –, wobei mich ein Schwarzer ansprach, dem ich kurz bei einem Fahrkartenkauf half, der exakt im selben Dilemma steckte, dazu noch kein Deutsch sprach, und ihm sonst keiner helfen konnte oder wollte. (Ihn sollte ich später wieder treffen.) Danach, als wir uns noch ein wenig unterhielten während wir auf unsere Züge warteten, klärten wir noch mal ab, dass ich Dortmund sehr gerne wieder einen Besuch abstatten würde, und sich (nicht nur deswegen) sicher das eine oder andere arabische Restaurant über einen Gast mehr freuen dürfte. Dann verabschiedeten wir uns, und ich freute mich auf eine ebenfalls anderthalb Stunden lange Fahrt mit sanfter oder vielleicht auch wachhaltender Musik. Als ich dann am Gleis selbst stand, traf ich wieder auf die Kurzbekanntschaft vom Fahrkartenautomaten, die etwas verloren wirkte. Ich kam mit ihm ins Gespräch, und wir setzten uns im Zug nebeneinander. Er erzählte mir, dass er gerade aus Spanien kam, wo er bei der Frau eines Diplomaten wohnte, und nun wollte er eine Freundin treffen, von der er noch nicht herausgefunden hätte, ob sie lesbisch sei, oder die Einladung vielleicht auch etwas anderes bedeuten könnte. Das sei es jedenfalls wert gewesen diese Reise auf sich zu nehmen. Das, und ein Festival, wobei er mich fragte, ob ich wüsste, wo das Festival sei, bis ich er erstaunt lauschte als ich ihm erzählte, dass nur an jenem Wochenende im Großraum NRW schon dutzende stattfinden würden. Zuerst verstand ich ihn dann nicht richtig, welches er meinte, und dachte, er wollte nach Solingen, bis sich heraus stellte, dass er ein Reggae-Festival in Köln meinte, am Fühlinger See. Dann unterhielten wir uns ein wenig über Gott und die Welt, wie er von Afrika über Frankreich schließlich in Spanien landete, aber auch schon einige Zeit in Großbritannien als Koch lebte. Spanien hätte ihm aber am besten gefallen. Natürlich, I’ll be honest with you, weil ihm dort auch die Frauen besonders gefielen. Schließlich landete unser Gespräch wieder beim Reggae-Festival, und ein wenig seiner logistischen Planung. Nicht mal, wo er dort übernachten wollte (er hatte nicht mal Handgepäck), sondern wie genau er dort hinkommen sollte. Während ich versuchte, eine Verbindung zu finden, sprach uns dann jemand von der anderen Seite des Zuges an, ob wir denn auch zu dem Reggae-Festival wollten. Passend gechillt und mit Dreads lächelte er uns an, und wir lachten darüber, wie unwahrscheinlich doch so ein Treffen zu so einer Uhrzeit an so einem Ort sein würde. Nachdem wir alles notwendige zum Festival klärten (wir wussten, dass wir nichts genaues wussten, insbesondere, wie man denn nun dort hinkommen würde, aber immerhin wusste ich, wo der Taxi-Stand in Köln sein würde), tauschten auch wir uns ein wenig weiter aus. Mein Fahrkarten-Freund nutzte die Gelegenheit, um kurz ein wenig zu dösen. Vom nun Dritten im Bunde wiederum erfuhr ich, dass er gut durch Europa gekommen sei, soweit man eben ohne Reisepass aber dafür mit einem Daumen kommen würde. Dabei hätte er nur positive Erfahrungen gemacht, mit kleinen Gelegenheiten zum Arbeiten, aber besonders mit Menschen, die er dabei getroffen hätte. Nur auf Marseille, wo er trotz mit kaum mehr als seinen Klamotten und einem Zelt mit einem Messer am Strand überfallen worden wäre, kann ich in Zukunft verzichten. Schließlich landeten wir wieder beim Festival. Zwar fuhr ich selbst nicht hin, hatte aber etwas über das sehr interessante line-up gelesen, und so kamen wir auf einige Interpreten gezielt zu sprechen. Im weiteren Verlauf erzählte er mir, dass es da durchaus Probleme bei einigen jamaikanischen gegeben hätte, weil es auf Jamaika in der Szene einen nicht gerade kleinen Teil gäbe, der extrem homophob sei, und durch schwulenfeindliche Äußerungen und gar Hasstiraden auffallen würde – 2009 sei deswegen schon einem Interpreten die Einreise nach Deutschland verweigert worden. Das ist zwar alles andere als in Ordnung, aber irgendwie auch verständlich, erklärte er mir, da es über Jahrzehnte geduldete sexuelle Übergriffe auf insbesondere Jungen gegeben hat, und diese dann in den betroffenen Gruppen mit Homosexualität gleichgesetzt wurden, und sie mit diesem Hass aufwuchsen. Der Ursprung des Rastafari im Alten Testament tat da sein Übriges, ergänzte er. Insgesamt müsste noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, wobei es aber gute Hilfe von deutschen Künstlern gäbe, und auch deswegen solche Festivals noch immer durchaus politischen Charakter hätten. Als wir dann schließlich über die Deutzer Brücke in den Bahnhof einrollten, mahnte uns ein etwas älterer Herr eine Reihe hinter uns an, doch nun bitte etwas ruhiger zu sein – schließlich wären wir in einem Ruhewagen, was wir wohl einfach nicht gesehen hatten. Er stieg dann allerdings ein paar Minuten später mit uns aus. Im Bahnhof sollte sich dann noch ein weiter Mensch zu uns gesellen, der fröhlich auf uns zu torkelte, und wissen wollte, ob wir nicht auch zufällig zu dem Festival wollten. Endlich Party, diese scheiß Zugfahrt! Ich führte sie noch kurz zum Taxistand, wo die drei sich ein Taxi teilen wollten. Wir verabschiedeten uns dann, und ich hörte noch kurz, wie der Taxifahrer 30 Euro Festpreis verlangte, obwohl wir im Zug ausrechneten, dass es wohl um die 20 sein müssten. Sie gaben sich geschlagen, weil sie wohl alle aus ihren Gründen einfach nur noch zum Fühlinger See wollten. Da auch für mich keine Bahn weiter fuhr, gönnte ich mir ebenfalls ein Taxi. Als ich zum nächsten Taxi ging, lächelte mich mich der Fahrer bereits an. Sind 20 Euro, wollte ihm das Geschäft nicht vermiesen, das gibt sonst nur Stress unter Kollegen gibt, begrüßte er mich. Ich stieg ein, und klärte ihn auf, dass ich woanders hin wollte. Und da wollte ich schnell hin, weil ich selbst nur noch schlafen wollte. Das muss ich wohl irgendwie falsch kommuniziert haben, denn dann fing er mir an zu erzählen: Dass er die Ecke kennen würde, wohin er mich fahren sollte, weil das früher sein Zustellbezirk bei einem Paketdienst war. Gute Zeiten, erzählte er mir, und dann ging es los. Alles paar Wochen hätte er eine neue gehabt, die ich im Rückbereich vom Lieferwagen vögeln konnte, willige Hausfrauen, die beliefert werden wollten. Aber all das nur, während er verheiratet gewesen sei. Danach wollte keine mehr, erklärte er mir, Frauen riechen, ob du in einer Beziehung bist, und wollen dich nur dann. Dann fing er an, Taxi zu fahren, und seine besten Kundinnen seien Prostituierte gewesen, die in Düsseldorf arbeiteten und sich nach Köln in ihre Wohnungen fahren ließen, und anders herum. Das Internet und so große Läden wie das Pascha hätten das aber kaputt gemacht, weil das alles dann so normal wurde. Schließlich musste er mir dann noch erzählen, wie Schwule schwul werden würden: Bei ihrem ersten Analverkehr würde eine Art männlicher G-Punkt stimuliert und aktiviert, der den Gefickten schwul machen würde. Dann klingelte sein Telefon, und mit Stolz sprach er laut mit einem Freund, um noch was klar zu machen. Ich war froh, dass wir da schon in der Nähe meiner Wohnung waren und er ohnehin hielt. Länger hätte ich nicht mehr mitfahren wollen und können ohne etwas loszutreten. Da ich mir aber nach all seinen Erzählungen sicher war, dass das sowieso nichts gebracht hätte, bezahlte ich, während er noch kurz telefonierte, und verließ schnell das Taxi. Endlich einfach nur noch nach Hause kommen und in Ruhe schlafen. Zu den Kommentaren. – ID: d64761a79375cb3ac69808a1f352ae42. – Ben bei Twitter. – Ben bei Facebook.

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Sat, 04 Sep 2010 23:10:00 +0200 http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F09%2Fdortmund-und-zuruck%2F&seed_title=Dortmund+und+zur%C3%BCck
Technisch Denken → Zertifikatslehrgang bildet Energieberater/in für Gebäude aus http://feedproxy.google.com/~r/technischdenken/~3/yXm275nR2hs/ Die Technische Akademie Wuppertal (TAW) veranstaltet in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW den Zertifikatslehrgang “Energieberater/in Gebäude (TAW)”. Den Teilnehmern wird das nötige Wissen vermittelt, um Gebäude energetisch bewerten zu können. Gebäude verbrauchen Energie beim Heizen und bei der Nutzung elektrischer, haustechnischer Anlagen. Die Reduzierung des Energieverbrauchs bedeutet Kostensenkung und Verringerung der Umweltbelastung. Bereits in der Planung wird der Energieverbrauch eines Gebäudes bestimmt. Aber auch bei bestehenden Gebäuden lässt sich der Energieverbrauch durch Änderung der Betriebsweise oder technische Modifizierungen verringern. Über all diese Aspekte informiert der Zertifikatslehrgang ausführlich.   Der Lehrgang findet vom 21. September bis 09. Dezember 2010 statt. Er umfasst 136 Unterrichtsstunden, eingeteilt in fünfzehn thematische Module, mit abschließender Zertifikatsprüfung. Die Module sind jeweils auch einzeln buchbar. Alle Termine finden in der Hubertusalle 18 in Wuppertal statt. Die Teilnahmegebühren betragen 2.995 Euro mehrwehrtsteuerfrei, einschließlich Seminarunterlagen, Prüfung, Pausengetränke und Mittagessen während der Präsenzphasen.   Der Lehrgang ist vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als Weiterbildungsmaßnahme zur Zulassung von Beratern (Ingenieuren) für das Förderprogramm der “Vor-Ort-Beratung” anerkannt. Nach erfolgreichem Lehrgangsabschluss können sich Ingenieure der Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen (Hochbau) und Technische Gebäudeausrüstung als Energieberater/in für das Förderprogramm der Vor-Ort-Beratung mit dem TAW-Zertifikat beim BAFA anerkennen lassen. Nähere Informationen zu dem Förderprogramm und den Zulassungsvoraussetzungen unter http://www.bafa.de.   Außerdem erfüllt der Lehrgang die Ziele und Inhalte einer Fortbildung im Bereich des energiesparenden Bauens gemäß Anlage 11 der Energieeinsparverordnung 2009.   Informationen über den Lehrgang gibt bei der Technischen Akademie Wuppertal Jens Nordmann unter Telefon 0202 / 74 95 – 251 oder bei der EnergieAgentur.NRW Frau Katja Hensel, Telefon: 0202 / 24 552 – 27. Den Lehrgangsprospekt sowie eine Anmeldevorlage finden Sie hier.

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Copyright ©2009 Technische Akademie Wuppertal e.V. & Strobel Verlag GmbH & Co. KG (Digitaler Fingerabdruck: e556b684bd49d9cc1dcd4219ded8a03d)

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Thu, 02 Sep 2010 09:08:00 +0200 http://feedproxy.google.com/~r/technischdenken/~3/yXm275nR2hs/
Drei Pfund Flachs → Mondkuchen http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Fmondkuchen%2F&seed_title=Mondkuchen Zu den Kommentaren. – ID: d64761a79375cb3ac69808a1f352ae42. – Ben bei Twitter. – Ben bei Facebook.

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Tue, 31 Aug 2010 14:19:00 +0200 http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Fmondkuchen%2F&seed_title=Mondkuchen
Expedition Ego → Ordnung ins Chaos bringen – 3 Schritte gegen Überforderung http://feedproxy.google.com/~r/expeditionego/~3/VfiLK9H19wc/ Sei es im Job oder zu Hause, für meine Passion oder zum Spaß: Im Moment sprießen derart viele Ideen, Projekte und Aufgaben aus dem Boden, dass sich die Vorahnung in mir breit macht, all diese großartigen Dinge könnten mir über den Kopf wachsen. Es ist Zeit, zu priorisieren. Die Dinge in eine Ordnung zu bringen bedeutet, einen gemeinsamen Nenner finden, einen neuen Blick auf alte Ziele zu wagen und mir alle Zeit der Welt zu nehmen.

Den gemeinsamen Nenner finden Ich will Menschen mit meinen Texten erreichen. Das ist der gemeinsame Nenner aller Ideen, die in meinem Kopf herumschwirren. Manche fühlen sich noch zu groß an, für andere fehlt mir der Mut und wieder andere sind einfach noch nicht konkret genug. Dieser gemeinsame Nenner nimmt der schieren Masse an Möglichkeiten etwas die Schwere, denn Dank ihm weiß ich, dass alle Ideen mich dem Ziel, Menschen zu erreichen, ein Stück näher bringen. Es kommt nicht darauf an, welche ich zuerst umsetze, sondern dass ich überhaupt eine umsetze. Und zwar mit Spaß an der Sache. Ziele neu definieren Da war immer noch dieses Buch, dass ich schreiben will, muss, kann, darf, möchte. Das war das Ziel Nummer 1. Und warum tue ich es nicht? Muss ich es schreiben, gerade weil ich mich immer mit anderen Dingen beschäftige? Oder gerade nicht, weil es vielleicht noch gar nicht an der Zeit ist? Ich bin mir nun sicher, dass ich dieses Ziel solange ruhen lasse, bis ich genau spüre: jetzt ist es an der Zeit. Ich habe derzeit andere Ideen im Kopf, mit der Sprache zu spielen. Diesen will ich den Vorrang lassen. Vielleicht gehe ich damit dem großen Ziel aus dem Weg. Weil sich aber alles einen gemeinsamen Nenner teilt, macht es für mich keinen Unterschied mehr. Ich mache einfach das, was mir gerade am meisten Spaß macht. Und für den Rest bleibt noch genug Zeit. Mehr Zeit geben Ich habe meine Ziele in eine neue Ordnung gebracht. Jetzt gilt es, dass ich mein Handeln daran ausrichte. Und vor allem eines tue: Handele! Das schlechte Gewissen, ein Ziel aufzuschieben oder gar einer Idee abzusagen, hat jetzt keinen Platz mehr. Durchhaltevermögen kann ich mir nur beweisen, wenn ich Ideen auch zu Ende bringe. Es ist Zeit, loszugehen, und zwar weiter als ein paar Schritte. Ein Schritt nach dem anderen, eines nach dem anderen. Gemach gemach. Unterwegs kann ich immer noch die Richtung anpassen – aber erst dort.
Photo von susemueller. Hier kannst Du mein eBook "28" herunterladen. – Zu den Kommentaren. – ID: a6f451c9cffd36d575718c5d4dcf2338. – Uncopyright 2009 Tim A. Bohlen.

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Sun, 29 Aug 2010 18:16:00 +0200 http://feedproxy.google.com/~r/expeditionego/~3/VfiLK9H19wc/
Drei Pfund Flachs → Evoke 2010 http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Fevoke-2010%2F&seed_title=Evoke+2010 Zu den Kommentaren. – ID: d64761a79375cb3ac69808a1f352ae42. – Ben bei Twitter. – Ben bei Facebook.

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Sat, 28 Aug 2010 23:22:00 +0200 http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Fevoke-2010%2F&seed_title=Evoke+2010
Expedition Ego → Erwartungen sind negativ, nicht Absichten http://feedproxy.google.com/~r/expeditionego/~3/5TJWa3KfgSw/ Erlebnisse müssen nicht groß sein, um im Kopf hängen zu bleiben. Manchmal sind es die kleinen Erfahrungen, die etwas auf lange Sicht bewirken können. Gestern klärte mich ein Freund auf, welche Pläne ein gemeinsamer Bekannter hege. Mein erstes Gefühl war flau, es kroch aus der Magengrube empor. Es dauerte einige Minuten, bis ich merkte, wie ich gleich negativ dachte. Da schossen Gedanken durch den Kopf, die von Intrige sprachen, vom Ausschluss von mir. Diese Gedanken mehrten sich, bewiesen sich gegenseitig und schufen ein Bild, dass ich nicht sehen wollte. Nicht weil es so war, wie es war, sondern weil ich es nicht bei mir haben wollte. Es hätte bleiben können, wo der Pfeffer wächst.

In diesem trübseligen Nebel schimmerte dann irgendwann eine Idee, dass vielleicht alles anders sein könnte, als ich dachte. Vielleicht hatte ich etwas nicht beachtet, nicht richtig verstanden. Hätte es sein können, dass doch alles anders war und der besagte Bekannte es gar gut gemeint hat? Sogar für alle Beteiligten? Das Problem ist immer dann nicht so leicht aus der Welt zu schaffen, wenn man etwas über andere erfahren hat. Zu viele Unwägbarkeiten. Nichts direktes, was Offenheit ermöglicht hätte. Dann habe ich mir eine Frage gestellt, die ich mir – hoffentlich – immer in solchen Momenten stellen werde: Wie oft – und denke genau nach – passieren wirklich all die schlimmen Dinge, die Du dir immer ausmalst? Meine Erwartungshaltungen sind negativ – nicht die Menschen, die mich umgeben. Wirklich schaden wollte mir noch nie jemand. Ist es einfacher, zu erkennen, dass nur ich mir immer im Weg stehe? Photo von Herr Olsen. Hier kannst Du mein eBook "28" herunterladen. – Zu den Kommentaren. – ID: a6f451c9cffd36d575718c5d4dcf2338. – Uncopyright 2009 Tim A. Bohlen.

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Wed, 25 Aug 2010 15:00:00 +0200 http://feedproxy.google.com/~r/expeditionego/~3/5TJWa3KfgSw/
Drei Pfund Flachs → Vom Anfang und vom Ende http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Fvom-anfang-und-vom-ende%2F&seed_title=Vom+Anfang+und+vom+Ende Als wir meinen Vater im Krankenhaus auf der Intensivüberwachungspflege besuchten, lag neben ihm ein älterer Herr, der schwer mit sich kämpfte. Er stöhnte regelmäßig, und die Warnhinweise der Gerätschaften und an der Tür ließen darauf schließen, dass er sich in einem permanten Warnzustand befand. All die Tage über, die wir dort verbrachten, wachte eine ungefähr ebenso alte Frau an seinem Bett. Sie sprach ihm gut zu, hielt seine Hand, und auch wenn er gelegentlich wach war und zum wiederholten mal in großer Anstrengung sagte, dass er einfach nicht mehr könne, ließ sie sich nicht davon abbringen.

Nach und nach kamen wir mit ihr ins Gespräch und erfuhren, dass sie seine Frau sei, und sie schon seit fast sechzig Jahren mit einander verheiratet wären. Sie erzählte, dass ihr Mann zum zweiten Mal operiert wurde, und er aufgrund seines hohen Alters nun mit den Nachwirkungen der Narkose, die nicht nachlassen wollten, kämpfte. Die medizinischen Umstände waren ihr sehr wohl bewusst, aber dieser sture Bock würde sich auch unabhängig seiner Äußerungen nicht davon irritieren lassen. Dafür sei er zu stolz! Sie erinnerte sich: er hätte sich schon immer ein wenig in sein Zimmer zurückgezogen, wenn es ihm nicht so gut ging. Nun war sie aber schon ein wenig böse auf ihn, dass er erst seinem Arzt und danach ihr von seinen Herzprobleme erzählte, nachdem er die Treppen wochenlang nur noch unter Schmerzen steigen konnte. So sei er aber schon immer gewesen, wie die Männer halt so sind. Ein trauriges Lächeln bei beiden anwesenden Ehefrauen. Sie erzählte dann auch, wie sie sich kennen lernten: Mich interessierte nicht sein Geld – er hatte keines. Er konnte sich gerade ein Mofa leisten. Aber er war ein großer Tänzer, und er tanze mit mir durch die Nacht. Und er tanzte mit mir die Sorgen weg und schenkte mir immer ein Lächeln. Und sie wollte noch mal mit ihm tanzen. Ich würde ihm wünschen, dass es ihm wieder besser geht. Meinen Vater sehe ich inzwischen mit anderen Augen – und habe etwas über unnötigen Stolz gelernt. Zu den Kommentaren. – ID: d64761a79375cb3ac69808a1f352ae42. – Ben bei twitter. – Ben bei Facebook.

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Tue, 24 Aug 2010 00:36:00 +0200 http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Fvom-anfang-und-vom-ende%2F&seed_title=Vom+Anfang+und+vom+Ende
Expedition Ego → Verschenke ein Lächeln! http://feedproxy.google.com/~r/expeditionego/~3/6gVeX5Ng9X8/ Ben hatte mich auf eine Photoserie über Abreißzettel aufmerksam gemacht, die Passanten zum Lächeln bringen. Über anderthalb Jahre ist meine letzte Aktion her, damals hatte ich mich um das leibliche Wohl von Meisen gekümmert. Zeit, endlich mal wieder im echten Leben etwas zu unternehmen.

Wenn Du auch ein Lächeln verschenken möchtest, dann kannst Du dir die Druckvorlage als PDF zur Aktion “Verschenke ein Lächeln!” herunterladen. Hier kannst Du mein eBook "28" herunterladen. – Zu den Kommentaren. – ID: a6f451c9cffd36d575718c5d4dcf2338. – Uncopyright 2009 Tim A. Bohlen.

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Sat, 21 Aug 2010 23:38:00 +0200 http://feedproxy.google.com/~r/expeditionego/~3/6gVeX5Ng9X8/
Drei Pfund Flachs → gamescom 2010 http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Fgamescom-2010%2F&seed_title=gamescom+2010 Zu den Kommentaren. – ID: d64761a79375cb3ac69808a1f352ae42. – Ben bei twitter. – Ben bei Facebook.

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Sat, 21 Aug 2010 12:12:00 +0200 http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Fgamescom-2010%2F&seed_title=gamescom+2010
Drei Pfund Flachs → Rund um Füße in Köln http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Frund-um-fuesse-in-koeln%2F&seed_title=Rund+um+F%C3%BC%C3%9Fe+in+K%C3%B6ln Von Schuhen Vor kurzem traf ich mich mit einer Freundin am Kölner Hauptbahnhof, die gerade aus Paris ankommen sollte. Modebewusst und elegant wie sie ist, verließ sie trotz nächtlicher Reise den Zug mit einem Paar natürlich dort erworbenen, sehr schönen und ebenso eleganten Schuhen – mit wirklich hohen Absätzen, die mir sofort auffielen. Fast schon trotzdem einigten wir uns darauf, uns irgendwo in der Nähe zu Fuß ein nettes Café zum Frühstücken zu suchen.

Während wir dann gingen und sie mir von Paris berichtete, bemerkte ich, dass alle uns entgegenkommenden Frauen ihr kurz in die Augen sahen, und dann die Blicke sofort auf ihre Schuhe wanderten; gelegentlich auch anders herum, wenn die Entfernung etwas größer gewesen ist. Dann schauten sie wieder weg, und in ihren Gesichtern spiegelten sich Ausdrücke von Ungläubigkeit, Mitleid oder Amüsement, aber vor allem auch immer Neid, und oft genug alles davon gleichzeitig. Waren sie alleine, konnte man sehen, wie sie in Gedanken damit beschäftigt waren. Sind die Frauen zu zweit oder mehr unterwegs gewesen, tauschten sie dann untereinander Blicke und gelegentlich auch Kommentare aus. Es machte dabei keinen Unterschied, ob sie selbst elegant angezogen waren oder nicht, trendbewusst oder konservativ, und selbst das Alter spielte keine Rolle. Zuerst wollte mir sie es mir nicht glauben – nur um sich dann aber einen Spaß zu machen, die in ihre Augen sehenden Frauen wissend anzulächeln. Berührt schauten die meisten dann schnell weg, aber dennoch hörte keine auf, diese Schuhe zu betrachten und auf sie zu reagieren. Einige Zeit später, nachdem wir dann endlich gefrühstückt hatten, deklarierten wir die Straßen dann auch zu ihrem Laufsteg, und gingen wieder zurück zum Bahnhof. Ich sah dabei einen Fotografen, und nachdem wir an ihm vorbeigingen, vernahm ich das Auslösegeräusch seiner Kamera. Wir stoppten, und ich fragte mit einem Lächeln, wo wir denn unsere Bilder wieder finden würden, während sie scherzte, dass sie mit diesen Schuhen natürlich Fuß-Model sei. Leider nirgends, entgegnete uns der Fotograf, das Bild ist nichts geworden. Ich fragte ihn, was er denn vorgehabt hätte, und er erzählte uns, dass er gerne ein paar vorbeigehende Beine vor dem Karstadt-Logo im Hintergrund aufnehmen wollte. Es wäre heute wieder einmal eine Insolvenz-Entscheidung in Köln verschoben worden, und für die Nachrichten darüber würde ein Bild benötigen. Gerne nahm er unser Angebot an, dass wir das vorbeigehen auch wiederholen könnten. Ungefähr zehn Minuten später, nachdem sich derweil schon einige Menschen um uns versammelt hatten, um diesem offensichtlichen Spektakel beizuwohnen, hatte er das ideale Bild aufgenommen. Er bedankte sich bei uns, und erzählte uns, das ist heute Abend in den Nachrichten zu sehen. Wir gingen dann weiter und amüsierten uns dabei darüber, dass sie mit diesen Schuhen nun wirklich ein Fuß-Model sei, und dazu ein bekanntes sein müsse, schließlich hätten wir gerade schon ein Shooting, sogar draußen, und das mit Zaungästen, gehabt. Der Rückweg war entsprechend unterhaltsam, weil wir es uns nicht nehmen ließen, uns entsprechend klischeehaft zu verhalten. Das Bild allerdings konnten wir abends nicht in den Nachrichten finden. Unter den Füßen Später fiel mir beim reflektieren ein, dass ich mich vor ein paar Wochen mit meiner Nachbarin, ihrem Freund und ein paar Freunden von ihr zum Grillen traf. Der Abend war lustig – so lustig, dass wir, als es kälter wurde und wir uns auf den Rückweg machten, uns eine Cover-Version von It’s gettin’ hot in here mit verändertem Text, It’s gettin’ cold out here überlegten. Als wir dann vor unseren Wohnungen standen, unterhielten wir uns noch ein wenig. Meine Nachbarin schaute mich plötzlich fragend an, und wollte wissen, ob denn schon immer vor meiner Tür diese Fußmatte gelegen hätte. Sie lag dazu noch schief, als hätte sie jemand in unserer Abwesenheit dort hin geworfen. Ich überlegte, und überlegte, aber ich wusste es einfach nicht, ob es nun meine war oder nicht. Ich entschied mich gegen sie. Dann scherzten wir etwas, und überlegten uns dann, vielleicht doch einem anderen Nachbarn einen Gefallen mit der Matte tun zu können, und so stolperten wir über den Flur, und legten sie kichernd jemandem vor die Tür. Schließlich klang der weitere Abend an der Tür aus, und ich dachte nicht weiter über die Fußmatte nach. Einige Tage später wunderte ich mich, und ich war mir plötzlich überhaupt nicht mehr sicher, ob es nicht vielleicht doch meine Fußmatte gewesen sei – und der Freund meiner Nachbarin einfach nur gegen sie stieß und sie so verrückte. Ich dachte noch mal kurz nach, und ja, musste es wirklich gewesen sein. Dann lächelte ich – und fragte mich auch nicht, wie sie dann nun seit Tagen und auch noch immer völlig unbehelligt weiter vor der Tür liegen konnte, vor der wir sie legten. Zu den Kommentaren. – ID: d64761a79375cb3ac69808a1f352ae42. – Ben bei twitter. – Ben bei Facebook.

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Thu, 19 Aug 2010 17:52:00 +0200 http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Frund-um-fuesse-in-koeln%2F&seed_title=Rund+um+F%C3%BC%C3%9Fe+in+K%C3%B6ln
Jens Nordmann → Stadt Duisburg bzw. Adolf Sauerland erleben Streisand-Effekt http://www.jens-nordmann.de/2010/08/18/stadt-duisburg-bzw-adolf-sauerland-erleben-streisand-effekt/ Gestern war der Streisand-Effekt wieder gut zu beobachten: Dem Duisburger Blog Xtranews ist mit einer Einstweiligen Verfügung verboten worden, interne Dokumente zur Loveparade zu veröffentlichen, weil diese das Urheberrecht der Stadt Duisburg verletzen würden. Dies hatte natürlich zur Folge, dass die Dokumente an vielen anderen Stellen im Internet aufgetaucht sind (z.B. bei netzpolitik.org) und dadurch noch bekannter wurden. Daneben [...]

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Wed, 18 Aug 2010 11:34:00 +0200 http://www.jens-nordmann.de/2010/08/18/stadt-duisburg-bzw-adolf-sauerland-erleben-streisand-effekt/
Expedition Ego → Tschüss – Wie man herausfindet, was der Gesprächspartner wirklich will http://feedproxy.google.com/~r/expeditionego/~3/Q0_3Sk510Us/ Worauf willst Du eigentlich hinaus? Keine gute Frage, wenn Du in einem Gespräch herausfinden willst, was Deinem Gegenüber wirklich auf dem Herzen liegt. Wenn auf die Frage ein “Ach nichts…” folgt, hilft nur noch hilfloses Bohren und Sticheln, unangenehm für beide, langwierig und vielleicht sogar nicht von Erfolg gekrönt. Und trotzdem ist da dieses Gefühl, dass die ganzen Alltäglichkeiten und das Hin und Her zwischen den Themen nicht der Kern der Sache sind, der Grund des Telefonates, dem anderen etwas anderes auf dem Herzen liegt. Wie schaffst Du es, dass Dein Gesprächspartner zur Sache kommt und Du ihm mit seinem eigentlichen Problem helfen kannst? Beende einfach das Gespräch!

Wenn Du telefonierst, leg nur nicht sofort auf! Das könnte Dein Gesprächspartner in den falschen Hals bekommen. Bringe das Gespräch sanft zu einem Ende. “Nun gut…”, “Also…”, “So, ich werde mir jetzt mal was zu essen machen…”. Derartige Aussagen zeigen freundlich, aber unmissverständlich, dass Du planst, das Gespräch bald zu beenden. Vorbeendigungsphase nennt man dies. Wir nutzen häufig (unbewusst) diese Beendigung vor der eigentlichen Beendigung – dem finalen Tschüss und dem Auflegen -, weil sie auf elegante Weise klar macht, dass hier bald Schluss ist. So kommt das Ende nicht unerwartet. Zugleich hat Dein Gegenüber aber auch noch eine letzte Chance, ein für ihn wichtiges Thema auf den Tisch zu bringen. Deswegen kommen viele Menschen bei brisanten Themen nicht auf den Punkt und sagen erst, was auf dem Herzen liegt, wenn man ihnen die sprichwörtliche Pistole auf die Brust setzt. Wenn Du das nächste Mal das Gefühl nicht los wirst, dass Dir dein Gegenüber eigentlich etwas ganz anderes erzählen will, dann unternimm einen Versuch, das Gespräch zu beenden. Wenn er jetzt nicht anbeißt, wollte er – in den meisten Fällen – wirklich nur ein wenig quatschen. Photo von Jason Nicholls. Hier kannst Du mein eBook "28" herunterladen. – Zu den Kommentaren. – ID: a6f451c9cffd36d575718c5d4dcf2338. – Uncopyright 2009 Tim A. Bohlen.

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Sun, 15 Aug 2010 01:03:00 +0200 http://feedproxy.google.com/~r/expeditionego/~3/Q0_3Sk510Us/
Expedition Ego → Wie magische Momente entstehen http://feedproxy.google.com/~r/expeditionego/~3/mQVw-XC3nXA/ Manchmal habe ich das Glück, Tage, Abende und Stunden zu erleben, die magisch sind. Momente, in denen alles passt – nicht weil alles perfekt läuft, sondern weil alles gut so ist, wie es gerade ist. Gestern Abend haben wir mit Freunden in unserem Garten gegrillt, keine Seltenheit, auch das obligatorische Lagerfeuer nach der Essensschlacht nicht. Trotzdem war der Abend magisch, das dämmerte mir, als ich wieder zu Hause war. Wie entstehen magische Momente?

Die Chancen, dass der Abend großartig werden würde, waren vormittags bereits gut. Wir haben einen Rasenmäher gekauft, eine Fahnenstange aufgestellt und eine Höhle unter der Wiese unseres Gartens entdeckt. Die XXL-Krakauer zum Frühstück vom Baumarktparkplatz sollte nur der Anfang sein. Anders gesagt: Wir hatten einfach eine gute Zeit und waren entspannt. Entspannung ist immer ein guter Ausgangspunkt. Ich habe gestern Abend noch lange darüber nachgedacht, was den Abend aber an sich zu einem magischen machte. Drei Dinge kamen mir in den Sinn: Erwartungen herunterschrauben Erwartungen an sich und andere müssen erfüllt werden, sonst stellt sich schlechte Laune ein. Je höher die Erwartung… desto schwieriger ist es, sie in die Realität umzusetzen. Habe ich keine Erwartungen – so wie an die gestrige Abendgestaltung -, dann kann auch nichts schief gehen und sich keine Enttäuschung breit machen. Man muss nicht immer alles perfekt machen. Und die anderen erst recht nicht. Die anderen machen lassen Während meine Erwartungen zunächst einmal “nur” mein Problem sind, so spielt sich dieser Punkt zwischen mir und den Menschen ab, mit denen ich Zeit verbringe. Mein Rhythmus, Dinge zu tun, ist ein anderer als der meiner Mitmenschen. Ihrer ist anders als meiner. Manche sind pünktlich, manche vergesslich, manche nervös und andere schläfrig. Wenn jeder so handeln kann, wie er sich wohl fühlt, dann wird auch jeder sein bestes zu einer Situation beitragen und die Zeichen auf Magie stehen. Unerwartetes begrüßen Egal, wie die eigenen Erwartungen aussehen und egal wie viel Mühe sich jeder einzelne gibt, es wird immer etwas Unerwartetes geschehen. Gestern fing es mehrmals an zu regnen. Wären nicht alle Beteiligten so entspannt gewesen, hätte dies das buchstäbliche Aus für die Grillkohle, das Essen und die Gemütlichkeit bedeuten können. Statt dessen haben wir alle Schirme zusammengesammelt, die wir zur Verfügung hatten, und den Grill und unsere gute Stimmung vor dem Erlöschen bewahrt. Der Regen war einfach Teil des Abends. Er war nicht eingeplant, kam unerwartet, aber weil alle ihn – zugegebener Maßen mit Schirmen – begrüßt haben, kam er nicht ungelegen. Wir sind ein wenig zusammengerückt. Was glaubst Du? Ist die Sache so einfach oder kann und darf man gar nicht versuchen, hinter das Geheimnis magischer Augenblicke zu kommen? Photo von Ben. Hier kannst Du mein eBook "28" herunterladen. – Zu den Kommentaren. – ID: a6f451c9cffd36d575718c5d4dcf2338. – Uncopyright 2009 Tim A. Bohlen.

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Sun, 08 Aug 2010 14:56:00 +0200 http://feedproxy.google.com/~r/expeditionego/~3/mQVw-XC3nXA/
Jens Nordmann → Kein Störgefühl mehr bei “The Book of Eli” http://www.jens-nordmann.de/2010/08/08/kein-stoergefuehl-mehr-bei-the-book-of-eli/ Vor kurzem habe ich in einem Artikel darüber geschrieben, dass ich bei bei dem Trailer von ”The Book of Eli” ein unterschwelliges Störgefühl habe, da ich in der Hauptrolle Vin Diesel vermisse. Jetzt habe ich “The Book of Eli” endlich auf Blu-ray gesehen und ich muss zugeben, mein Störgefühl war doch relativ schnell weg. Das liegt zum einen daran, dass [...]

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Sun, 08 Aug 2010 08:40:00 +0200 http://www.jens-nordmann.de/2010/08/08/kein-stoergefuehl-mehr-bei-the-book-of-eli/
Technisch Denken → Nationaler Aktionsplan für Erneuerbare Energie beschlossen http://feedproxy.google.com/~r/technischdenken/~3/YKTKbNWGaUY/ Das Bundeskabinett hat den von Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen vorgelegten nationalen Aktionsplan für Erneuerbare Energie beschlossen. Darin geht die Bundesregierung davon aus, dass das verbindliche Ziel von 18 Prozent Erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch im Jahre 2020 nicht nur erreicht, sondern mit einem erwarteten Anteil von knapp 20 Prozent sogar übertroffen wird. Derzeit liegt der Anteil der Erneuerbaren bei rund der Hälfte, also 10 Prozent. Röttgen erklärte dazu: „Um unsere Ziele zu erreichen, muss auch die Energieeffizienz deutlich steigen. Zudem ist für den erwarteten Ausbau der Offshore-Windenergie und den wachsenden Stromhandel auch der Ausbau der Stromnetze und der Speicherkapazitäten erforderlich. Hier wird das Energiekonzept der Bundesregierung deutliche Akzente setzen.“ Der Aktionsplan sowie weitere Hintergrundinformationen finden sich hier.

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Wed, 04 Aug 2010 13:46:00 +0200 http://feedproxy.google.com/~r/technischdenken/~3/YKTKbNWGaUY/
Expedition Ego → Was Du nicht haben kannst, willst Du umso mehr http://feedproxy.google.com/~r/expeditionego/~3/KaTcKrb8VfY/ Eine Geschichte von einem jungen Pärchen. Er liebt sie, sie ihn. Die Eltern sind dagegen und alles endet in einer Tragödie. Ich bin mir sicher, dass Dir sofort das berühmteste Paar der Literatur in den Sinn gekommen ist: Romeo und Julia. Das Drama ist der Namensgeber für einen Effekt, der auch als psychologische Reaktanz bezeichnet wird. Wird unsere wahrgenommene Freiheit eingeschränkt, so sind wir motiviert, diese wieder zu erlangen. Auch wenn diese Theorie der Geschichte von Romeo und Julia ein wenig den Glanz nehmen kann, so erklärt sie doch ein Stück weit, warum die Liebe zwischen beiden so stark war und warum wir häufig Dinge umso mehr wollen, wenn wir sie nicht bekommen können.

Und wenn Romeo und Julia gedurft hätten? Noch einmal kurz zu Romeo und Julia: Zwei verfeindete Familien, die ihren Kindern die Liebe zueinander versagen. Sie wollen zusammen sein, dürfen es aber nicht. Psychologische Reaktanz ensteht und der steigende Wille, unter allen Umständen zusammen zu sein. Schließlich sollte man denken, dass der Liebe nichts im Wege stehen kann und außerdem: Was gibt es Schöneres, als die Liebe? Hätten die Eltern ihren Kindern die Beziehung erlaubt, wäre vielleicht alles anders gelaufen und Julia (oder Romeo) hätte gemerkt, dass der/die Auserwählte doch gar nicht so toll ist, wie zunächst angenommen. Laut der Theorie ist es zumindest wahrscheinlich. Der Romeo-und-Julia-Effekt Ich will auch andauernd Dinge, die ich scheinbar nicht so einfach bekommen kann – weil mir jemand anderes den Zugang verwehrt oder ich das zumindest glaube. Deswegen funktionieren Limited Editions und ich kaufe eher ein Kleidungsstück, wenn nur noch eines in meiner Größe auf der Stange hängt. Wer kennt nicht den Satz eines Verkäufers: “Wir haben nur das, was dort hängt!” Reaktanz gibt es eben auch in Beziehungen, wie Romeo und Julia vortrefflich beweisen. Verzogene Freunde oder Bekannte sind auf einmal viel wichtiger, als zu dem Zeitpunkt, an dem sie in der Nähe wohnten. Ich schmachte nach meiner Freundin mehr, wenn ich weiß, dass ich sie nicht sehen kann. In manchen hellen Momenten schaffe ich es dann, mir klar darüber zu werden, ob ich eine Sache wirklich will oder sie nur umso mehr will, weil ich gerade Angst habe, sie vielleicht nicht mehr bekommen zu können. Je stärker diese Freiheitseinschränkung und je wichtiger mir das knappe Gut ist, desto stärker ist die Reaktanz und desto schwieriger ist es, mich wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen. Die Strategie gegen den Kaufrausch Bei Waren versuche ich meist, nicht zu kaufen und ein paar Tage abzuwarten. Wenn ich die Sache dann immer noch will, könnte es mir wirklich wichtig sein. Vorab ein wenig Recherche im Internet vermeidet auch die große Enttäuschung, wenn das Seltene wirklich selten war und ich eventuell eine Chance verpasst habe. Was die Sehnsucht erleichtert In freundschaftlichen Beziehungen und in der Liebe umso mehr funktioniert einfaches Aussitzen nicht und Internetrecherche erst recht nicht. Die Suche nach adäquaten Alternativen über Kontaktbörsen scheint nicht angebracht. Hier kann helfen, sich selbst ein wenig zu beruhigen, mehrmals tief durchzuatmen und sich vorzustellen, was denn wäre, wenn man die Person jetzt sofort und ohne Probleme sehen könnte. Ist die Befriedigung wirklich so groß wie soeben noch angenommen? Dann hilft nur der Griff zum Telefon. Der oder die Ersehnte freut sich bestimmt, wenn er/sie weiß, dass da jemand ist, der Sehnsucht nach einem hat. Photo von stephenvance. Hier kannst Du mein eBook "28" herunterladen. – Zu den Kommentaren. – ID: a6f451c9cffd36d575718c5d4dcf2338. – Uncopyright 2009 Tim A. Bohlen.

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Mon, 02 Aug 2010 23:59:00 +0200 http://feedproxy.google.com/~r/expeditionego/~3/KaTcKrb8VfY/
Drei Pfund Flachs → Oppenheim, Weinberge http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Foppenheim-weinberge%2F&seed_title=Oppenheim%2C+Weinberge Zu den Kommentaren. – ID: d64761a79375cb3ac69808a1f352ae42. – Ben bei twitter. – Ben bei Facebook.

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Mon, 02 Aug 2010 13:48:00 +0200 http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Foppenheim-weinberge%2F&seed_title=Oppenheim%2C+Weinberge
Drei Pfund Flachs → Blick aus der Mainzer Uni-Klinik http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Fblick-aus-der-mainzer-uni-klinik%2F&seed_title=Blick+aus+der+Mainzer+Uni-Klinik Zu den Kommentaren. – ID: d64761a79375cb3ac69808a1f352ae42. – Ben bei twitter. – Ben bei Facebook.

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Mon, 02 Aug 2010 13:18:00 +0200 http://dreipfundflachs.de/meta/mint/feeder/?FeederAction=clicked&feed=Feed+%28RSS%29&seed=http%3A%2F%2Fdreipfundflachs.de%2Farchiv%2F2010%2F08%2Fblick-aus-der-mainzer-uni-klinik%2F&seed_title=Blick+aus+der+Mainzer+Uni-Klinik